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Software - Reutlinger Unternehmen mit Komplettlösungen für elektronische Zeitwirtschaft weiterhin erfolgreich

tisoware wächst kontinuierlich

VON UWE ROGOWSKI

HANNOVER/REUTLINGEN. Trotz der nicht gerade günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wächst die Reutlinger Software-Firma Tisoware kontinuierlich. Im Geschäftsjahr 2002/2003 (31. Juli) hat das Unternehmen den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 11,8 Prozent auf 5,5 Millionen Euro erhöht. »Auch im laufenden Jahr wollen wir wieder eine Steigerung im zweistelligen Prozent-Bereich schaffen«, sagte Sabine Dörr, geschäftsführende Gesellschafterin von Tisoware, dem GEA anlässlich der Messe Cebit in Hannover.

Die Ertrags- und die Liquiditätslage, die traditionell nicht beziffert wird, sei weiterhin gut. Die Zahl der Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahr um drei auf 56. Am Stammsitz Reutlingen arbeiten 35 (Vorjahr 34), die weiteren in den Niederlassungen Dortmund, Dresden, Berlin, Freiburg, Hamburg und Grünstadt. Neben Sabine Dörr ist Michael Gruber gleichberechtigter geschäftsführender Inhaber der Tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH (je 44 Prozent). Weitere Gesellschafter sind vier Prokuristen, die je mit drei Prozent am Unternehmen beteiligt sind.

Tisoware bietet seit 1986 Komplettlösungen für die elektronische Zeitwirtschaft an. »Zuverlässige elektronische Zeitwirtschaft ist die Grundlage für eine moderne Lohn- und Gehaltsabrechnung«, so Dörr. In einem umfangreichen Paket von Software-Lösungen seien die Module für Zeiterfassung (elektronische Stempeluhr), Betriebsdatenerfassung und Personaleinsatzplanung die wichtigsten; daneben gebe es unter anderem welche für Urlaubsplanung, Zutrittssicherung und Dienstreiseabrechnungen. Tisoware kann auf Installationen bei rund 1 500 Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Luxemburg, Kanada und Tunesien verweisen - der kleinste Anwender habe sieben Mitarbeiter, der größte 15 000.

Die Stabilität, die 18-jährige Geschichte, erzählte Dörr, sei in der schnelllebigen, wechselhaften Informationstechnik-Branche ein großer Vorteil: »Über so viele Jahre immer mit den selben Ansprechpartnern zu haben, wird von den Kunden sehr geschätzt. Das verblüfft viele bei einem Software-Unternehmen.« Wer sich jedoch für eine Investition entscheide, brauche einen verlässlichen Partner.

Der Einstieg in das Thema elektronische Stempeluhr erhalte ein mittelständisches Unternehmen mit 100 Beschäftigten für etwa 5 000 Euro, so Dörr auf Nachfrage. Dabei seien ein Erfassungsterminal, Ausweise, Lizenzgebühren, Software und Dienstleistungen bei der Installierung enthalten. Durch eine Verbindung mit dem Rechnungswesen des Kundenbetriebs spare sich dieser Doppeleingaben.

Dörr berichtete von einem Sieg bei einer Ausschreibung, bei dem es um ein Einsatzplanungssystem für die Beamten in zwölf Justizvollzugsanstalten in Sachsen ging. Ein großes Projekt habe es auch mit der Kreissparkasse Reutlingen gegeben. Dort können 700 Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten nun direkt am Arbeitsplatz einbuchen. Es sei dies auch ein Beispiel für das neue Modul »Tisoware-workflow«, das helfe, wiederkehrende Abläufe zu automatisieren und damit Zeit und Kosten zu sparen.

Dieses Produkt stellt Tisoware derzeit in Hannover ebenso vor wie »Tisoware-web« (mobile Stempeluhr für Außendienstler) und ein Zutrittssicherungssystem, das auf Fingerabdrücken beruht. Tisoware ist bei der Hannover Messe in den Hallen 3 und 7 auf drei Messeständen vertreten: auf einem eigenen sowie mit den Partnern Kaba Benzing, Villingen-Schwenningen, und PCS, München. (GEA)

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